Was treibt dich an?

Ich habe mit 16 den festen Wunsch gehabt Elektrotechnik zu studieren und in die Projektierung von Elektroanlagen zu gehen. Leider spielten meine Augen nicht mit. Ich wurde Industriemechaniker. Was trieb mich dazu? Nichts. Ganz einfach. Ich habe meine Ausbildung in dem Bewusstsein gemacht, dass ich den Job nicht machen werde. Fachabitur wollte ich machen. Was trieb mich an? Ehrgeiz? Vielleicht. Dann gab es eine Frage aus dem Verein: „Kannst du Jugendtraining machen?“ Ich konnte. Was trieb mich an? Freude? Ja.
Seit dieser Antwort bin ich mit der Weiterbildung anderer Menschen beschäftigt. Das macht mir Spaß. Die Ausbildung zum Erzieher war ein für mich logischer Schritt, um meine Handlungen zu professionalisieren, um Risiken besser einschätzen zu können. Um auch für die Erwachsenenbildung fit zu sein absolvierte ich eine Trainerausbildung, Moderationsausbildung und eine Sporttrainer-Ausbildung.
Dann kamen einige Wendungen und Abwege im Leben, die mich zur .garage berlin führten.
Was treibt mich an? Es ist die ständige Neugier auf etwas Neues, das permanente Einstellen auf neue Situationen. Ich liebe die Auseinandersetzung mit Menschen. Es macht mir Freude, wenn Leute meine Ideen umsetzen und damit erfolgreich sind.
Als ich das Weiterbildungskontor gegründet habe, habe ich in einem Buch von Wolf Lasko einen Aphorismus von Jonathan Swift gefunden:
„Vision ist die Kunst Unsichtbares sichtbar zu machen“..
Wofür stehe ich?
Für mich bedeutet „Integrität“ sehr viel. Mir ist ein Abgleich meiner Werte mit den Werten anderer sehr wichtig. Ich habe das Ziel, dass meine Mitmenschen in der Interaktion mit mir „integer“ sind. Das bedeutet eine gegenseitige Anerkennung der Werte des Anderen. Ich übe das täglich. Leider fällt es mir schwer diesem meinem Anspruch immer gerecht zu werden. Ich bleibe aber dran, versprochen. Dazu gehört auch ein großes Maß an Gelassenheit für Dinge, die ich nicht ändern kann. Nicht wirklich meins, aber der Umgang damit fällt mir zunehmend leichter.
Ich spreche hier bewusst von „Gelassenheit“, um nicht davon zu sprechen, dass mir Dinge „egal“ sind. Gelassenheit bedeutet für mich die Umleitung von Energie in eine andere -integere- Richtung. Die „egal-Haltung“ bedeutet für mich korrumpierbar zu sein. Und das bedeutet für mich die Aufgabe eigener wichtiger Werte.
Im GF-Tagebuch spricht Thomas Mampel von der Pflicht der Menschen aus ihrem Leben das Beste zu machen. Das funktioniert nur mit einem ausgesprochenen integrem Verständnis für die Gesellschaft. (Al Capone hat auch das Beste aus seinem Leben gemacht).
Wenn ich mit meiner Ar(bei)t dazu einen Beitrag leiste und in der Nachbetrachtung einen Beitrag geleistet habe, dann ist für mich mit mir eine positive Erinnerung verknüpft. Das lohnt. Was sagt ihr dazu?

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10 Gedanken zu „Was treibt dich an?

  1. Lieber Herr Neumann, Sie fragen: „Was sagt Ihr dazu?“ ==> DANKE! Dank Ihres Einsatzes ist mir jetzt in meinem gesamten Leben sehr viel mehr Lebensqualität möglich. In meinem beruflichen Leben ist mir sehr viel mehr Professionalität möglich. Viele dieser dafür notwendigen Kursänderungen haben Sie begleitet. Bin gespannt, wo der neue Kurs mich hinführt. 😉

  2. Lieber Guido du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich wollte immer mit und für Menschen arbeiten, Werte weitergeben. Das mache ich jetzt, mit und durch meine Arbeit .
    Ich verzettel mich nicht mehr mit 129 Standbeinen, habe bei dir gelernt, mich auf ein Spezialgebiet zu konzentrieren und bin damit sehr zufrieden,,,,DANKE

  3. Hallo Herr Neumann, zu ihren Gedanken passt folgendes Zitat:
    „Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.“
    Zitat von F.v. Asissi

  4. Meine persönliche Variante des Assisi-Zitates :

    Leider gerät mir folgender Gelassenheitsspruch im Alltag allzu oft in Vergessenheit:
    Man, gebe mir
    die
    Gelassenheit
    ,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
    den
    Mut
    ,
    Dinge zu ändern, die ich ändern kann
    und die
    Weisheit
    ,
    das eine vom andern zu unterscheiden.
    Man, gebe mir
    die
    Geduld
    ,
    mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen,
    und
    Wertschätzung
    für alles, was ich habe.
    Toleranz
    gegenüber jenen, mit anderen Schwierigkeiten
    und die
    Kraft,
    aufzustehen und es wieder zu versuchen –

    • Werter Herr Ihle, morgens die Einstellung zum Tag prüfen, die eigene Haltung reflektieren und jeden Tag trainieren….dann werden wir den Unterschied schnell erkennen und zur Meisterschaft entwickeln.
      Beste Grüße
      Guido Neumann

  5. Pingback: Blogparade abgeschlossen: Das treibt uns an….! | mampel´s welt

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